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Blutdrucksenkende Medikamente in der Stillzeit

Aufgrund bestehendem Bluthochdruck mußte ich während der ganzen Schwangerschaft blutdrucksenkende Medikamente einnehmen (1-20 Schwangerschaftswoche morgends und abends jeweils eine halbe Beloc-Duriles), (21-30 SSW nur morgends eine halbe Beloc Duriles, da Blutdruck im Verlauf der Schwangerschaft sank). Da es Belock Duriles lt. Apothekerin nicht mehr gibt, wurde mir auf mein Rezept, welches auf Duriles lautete, Beloc Zok ausgehändigt. Ist dies das gleiche Medikament und kann es auch unbedenklich in der Schwangerschaft angewandt werden? Lt. Angabe Apothekerin sei es niedriger dosiert, jedoch nur gleiche Menge erforderlich. Kann Beloc Zoc auch in der Stillzeit angewandt werden oder empfiehlt sich eine Umstellung auf ein anderes Medikament (lt. Beipackzettel geht es in die Muttermilch über)?

Beloc-ZOK und Beloc-Duriles enthalten den gleichen Wirkstoff, darüber hinaus sind beide Formen Retardtabletten, also Tabletten, die den Wirkstoff gleichmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg verzögert freisetzen. Dies garantiert eine gute Verträglichkeit und sorgt zudem dafür, dass die Talette nur ein- oder zweimal am Tag eingenommen werden muss und nicht - wie früher üblich - dreimal täglich. Die Endung ZOK steht für englich "zero order kinetic", also Freisetzung 0. Ordnung. Dieser pharmazeutische Begriff sagt aus, dass hier die Freisetzung besonders gleichmässig und langsam erfolgt, so dass Wirkstoffspitzen vermieden werden.

Aus all diesen Erläuterungen können Sie schliessen, dass der Austausch der beiden Wirkformen keinen Einfluss auf Ihre Schwangerschaft und Ihr Baby nehmen wird.

Auch die Bewertung für die Stillzeit fällt - unabhängig davon, ob Duriles oder ZOK - gut aus. Trotz der Anreicherung in der Milch sind die Dosen, die der Säugling im ungünstigsten Fall aufnimmt, so gering, dass kein Stillhindernis besteht. Nebenwirkungen oder unerwünschte Effekte sind bei gestillten Säuglingen, deren Mütter Metoprolol erhielten, bisher nicht beobachtet worden. Dennoch sollten Sie Ihrem Kinderarzt von Ihrer Einnahme berichten, so dass er/sie Ihr Kind diesbezüglich beobachten kann.
Ute Lichte, Pharmazeutin

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