Blutdrucksenkende Medikamente in der Stillzeit
Beloc-ZOK und Beloc-Duriles enthalten den gleichen Wirkstoff, darüber hinaus sind beide Formen Retardtabletten, also Tabletten, die den Wirkstoff gleichmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg verzögert freisetzen. Dies garantiert eine gute Verträglichkeit und sorgt zudem dafür, dass die Talette nur ein- oder zweimal am Tag eingenommen werden muss und nicht - wie früher üblich - dreimal täglich. Die Endung ZOK steht für englich "zero order kinetic", also Freisetzung 0. Ordnung. Dieser pharmazeutische Begriff sagt aus, dass hier die Freisetzung besonders gleichmässig und langsam erfolgt, so dass Wirkstoffspitzen vermieden werden.
Aus all diesen Erläuterungen können Sie schliessen, dass der Austausch der beiden Wirkformen keinen Einfluss auf Ihre Schwangerschaft und Ihr Baby nehmen wird.
Auch die Bewertung für die Stillzeit fällt - unabhängig davon, ob Duriles oder ZOK - gut aus. Trotz der Anreicherung in der Milch sind die Dosen, die der Säugling im ungünstigsten Fall aufnimmt, so gering, dass kein Stillhindernis besteht. Nebenwirkungen oder unerwünschte Effekte sind bei gestillten Säuglingen, deren Mütter Metoprolol erhielten, bisher nicht beobachtet worden. Dennoch sollten Sie Ihrem Kinderarzt von Ihrer Einnahme berichten, so dass er/sie Ihr Kind diesbezüglich beobachten kann.
Ute Lichte, Pharmazeutin
