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Darmprobleme beim Baby

Ich habe mit meinem 7 Monate alten Sohn grosse Probleme: Ich glaube, dass irgendetwas mit seinem Darm nicht stimmt. Schon als Neugeborener hatte er einen Blähbauch, als hätte er einen ganzen Fussball darin. Er "meckerte" wie eine Ziege, und alle Versuche, dies zu ändern (medikamentös, Massagen, Wärmeanwendung) blieben ohne Erfolg. Dieser Zustand besserte sich nach einigen Monaten, jedoch entleerte er seinen Darm immer seltener (manchmal erst nach 2 Wochen!) Nun füttere ich ihn seit ca. 6 Wochen zu, weil ich las, dass dies u.a. wg. der aufgebrauchten Eisenreserven notwendig sei. Am Anfang reagierte er mit einem leichten Durchfall, inzwischen ist er jedoch absolut(!!) verstopft. Zu seiner Ernährung: Die ersten 6 Monate bekam er ausschliesslich Muttermilch, danach begann ich ihm milchfreien Getreidebrei (Hafer oder Dinkel) mit Obst (Birne), sowie Gemüse (Babyfertigmenüs) zu geben. Ohne grosses Theater ist jedoch fast nichts in ihn hinein zu bekommen, aus der Flasche nimmt er gar nichts. Er wurde auch schon mit Propulsin behandelt. Im Moment bekommt er seit einigen Tagen Gaviscon. Die rektale Untersuchung der Kinderärztin ergab keinen Anhalt für irgeneine Abweichung von der Norm, jedoch wurden wiederholt (auch beim Kinderarzt) Einläufe verabreicht. Die Ernährung betreffend richte ich mich nach der Anweisung der Kinderärztin, jedoch scheint alles ohne Erfolg zu bleiben. Nach wenigen Löffeln Essen fängt er an zu knurren und zu drücken, wird manchmal knallrot, doch der "Erfolg" ist sehr bescheiden und ziemlich hart. Nun hoffe ich dass Sie mir vielleicht noch einen Rat geben können, denn diese Situation ist wirklich zum Verzweifeln. Vielleicht sollte ich ihn in einer Kinderklinik vorstellen, denn ich sagte schon, ich habe schon immer ein ungutes Gefühl seinen Bauch betreffend. Solche Erfahrungen habe ich mit seinen älteren Geschwistern auch nie gemacht. So, nun danke ich Ihnen, dass Sie sich die Zeit für diesen Brief genommen haben und warte mal Ihre Antwort ab.

Bei Kindern, die noch überwiegend Muttermilch bekommen, kann der Stuhlgang auch normalerweise mehrere Tage ausbleiben. Andererseits kann eine anhaltende Verstopfung auch das Anzeichen für krankhafte Veränderungen sein. Wenn ein solcher Verdacht besteht, müssen zusätzliche Untersuchungen (Ultraschall, Labor, evtl. Röntgen usw.) zur Klärung herangezogen werden. Ob eine Notwendigkeit dazu besteht, kann man leider nur bei sehr genauer persönlicher Kenntnis des Kindes sagen. Ich kann Ihnen also leider keine konkreten, Ihr Kind betreffenden Ratschläge geben. Sprechen Sie doch noch einmal ganz offen mit Ihrer Ärztin über Ihre Befürchtungen und lassen Sie sich die Situation bei Ihrem Kind genau erklären.

Kinderarzt Dr. med. Peter Langer


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