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Die häufigsten Medikamente in der Stillzeit

An dieser Stelle kann natürlich nicht auf jedes Arzneimittel eingegangen werden, aber auf die häufigsten Fälle soll doch hingewiesen werden: 

Die meisten anderen potentiell bedenklichen Arzneimittel in der Stillzeit sind verschreibungspflichtig, so daß auf jeden Fall einer Einnahme die unbedingt notwendige ausführliche Beratung beim Arzt vorausgeht. Besteht jedoch Unsicherheit bei der Einnahme eines Arzneimittels, auf das die Mutter aus gesundheitlichen Gründen nicht verzichten kann, sollte vorsichtshalber von der Muttermilch auf eine der vielen guten Ersatznahrungen umgestiegen werden.
 
Schmerzmittel
Acetylsalicylsäure (ASS; z.B. Aspirin®) wird in bescheidenem Maße in die Muttermilch abgegeben. Bei gestillten Säuglingen kann allerdings bei höheren Dosen und einer Langzeitmedikation ASS in so hoher Konzentration vorliegen, dass Blutbildstörungen und eine verstärkte Blutungsneigung festgestellt werden können. 
 
Antibiotika
Antibiotika in Form von Penizillinen können grundsätzlich verabreicht werden, jedoch muß damit gerechnet werden, daß der Säugling eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem Medikament entwickeln sowie Durchfall oder eine Hefepilz-Infektion erleiden kann. Tetrazykline dürfen auf keinen Fall gegeben werden, da sie schwere Schäden der Knochen- und Zahnentwicklung bei Babys hervorrufen können.


Die Pille
Vorsicht auch bei der "Pille". Zwar ist diese rezeptpflichtig und muß daher vom Arzt verordnet werden, viele haben jedoch noch Packungen aus der Zeit vor der Schwangerschaft zu Hause. Diese dann zu nutzen, um einen 100prozentigen Empfängnisschutz zu erreichen (Stillen ist zwar ein recht guter, aber nicht ausreichender Empfängnisschutz), liegt nahe. Leider wird die Milchmenge durch die "Pille" reduziert. Günstiger sind daher "Minipillen", die nur einen Wirkstoff erhalten. Da diese aber den Eisprung nicht unterdrücken, wie dies herkömmliche Zweistoff-Präparate bewirken, sondern "nur" dafür sorgen, daß der Schleimpfropfen, der die Gebärmutter verschließt und nur während der fruchtbaren Tage für Spermien durchlässig wird, permanent undurchlässig bleibt und ferner die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert, muß sie sehr pünktlich eingenommen werden. Dies erfordert eine Zeitdisziplin, die gerade mit einem neugeborenen Kind oft nur schwer zu erreichen ist. Am günstigsten sind daher während der Stillzeit z.B. Kondome.
Ute Lichte, Pharmazeutin

Arzneimittel in der Stillzeit 
Einführung
Verhalten mit Medikamenten in der Stillzeit
Wie kommt der Arzneistoff in die Milch?
Die häufigsten Medikamente in der Stillzeit


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