Baby Medikamente
"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen" - Arzneimittelgabe bei Kindern
In Deutschland sind nur etwa 20 Prozent der auf dem Mark befindlichen Arzneimittel an Kindern hinreichend geprüft und für kinderheilkundliche Krankheitsgebiete zugelassen.
Woran liegt das?
Die Ergebnisse klinischer Prüfungen und Untersuchungen an Erwachsenen, die die Voraussetzung für die Zulassung sind, können kaum auf Kinder übertragen werden, da es bisher keine allgemeingültig anwendbaren Regeln für diese Übertragung gibt. Dies gilt insbesondere für die minimal wirksame und maximal verträgliche Dosierung, das Ausmaß und die Dauer der Wirksamkeit sowie Auftreten, Häufigkeit und Schweregrad, Dauer und Folgen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen bzw. Wechselwirkungen. Sofern in einem Zulassungsdossier eines Arzneimittels Ergebnisse zu Untersuchungen bei Kindern nicht enthalten sind, muß die Anwendung des Arzneimittels bei Kindern mangels Erfahrung ausgeschlossen werden. Nun könnte man folgern, dass der Hersteller mehr solcher Studien vor der Zulassung durchführen müßte; diese Überlegung führt jedoch in ein Dilemma, da Studien an Kindern nur dann ethisch vertretbar und durchführbar sind, wenn Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Arzneimitteln nur auf diesem und nicht auf anderen Wegen gewonnen werden können.
Themenüberblick von Pharmazeutin Ute Lichte
Die wichtigsten Punkte:
Was ist denn bei Kindern eigentlich so anders?
Wie ermittelt man also die Dosis für Arzneimittel bei Kindern?
Die häufigsten Krankheitsbilder und ihre Behandlung
