Muttermilch ist das Beste
Nur das Beste
Worin unterscheiden sich Muttermilch und industriell gefertigte Milchanfangsnahrungen? Hinsichtlich ihrer Qualität gibt es keine Unterschiede. Bei der Herstellung von Milchnahrungen wird Kuhmilch so verändert, daß sie der Muttermilch fast entspricht. Dadurch ist sie für den Säugling gut verträglich und verdaulich. Außerdem wird sie mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Frauen, die sich für die Flaschenfütterung entscheiden, können dies also absolut bedenkenlos und ohne schlechtes Gewissen tun. Ihr Baby bekommt mit der Säuglingsmilchnahrung alle Nähr- und Vitalstoffe, die es für ein gesundes Wachstum braucht.
Trotzdem, und darin sind sich die Ernährungsexperten einig, ist Muttermilch in den ersten Lebenswochen und -monaten das Beste, was ein Baby bekommen kann. Der entscheidende Vorteil der Muttermilch; Sie enthält Abwehrstoffe der Mutter und schützt das Baby, das selbst noch keine Immunabwehr aufgebaut hat, vor Erkrankungen. Selbst vor Allergien scheint Muttermilch einen gewissen Schutz zu bieten. Muttermilch stärkt die Abwehrkraft. Besonders groß sind die Vorteile der Brustfütterung in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten des Babys. Muttermilch ist einfach perfekt auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des kindlichen Organismus abgestimmt. Die darin enthaltenen Eiweiße und Nährstoffe sind für das Baby besonders leicht verdaulich. Deshalb haben gestillte Babys seltener Durchfall als nicht gestillte. Außerdem schützen die mütterlichen Abwehrstoffe z.B. vor Erkältungen, Mittelohr- und Harnwegsentzündungen.
Auch vor Allergien, ja sogar vor Neurodermitis, scheint Muttermilch einen gewissen Schutz zu bieten. Allergische Reaktionen nehmen allgemein zu, und Experten schätzen, daß schon fast jedes zweite Neugeborene allergiegefährdet ist. Im ersten Lebenshalbjahr des Babys treten hauptsächlich Nahrungsallergien auf, die durch Fremdeiweiß, z. B. aus Kuhmilch, ausgelöst werden. Der Grund: In diesem Alter ist die Darmschleimhaut des Säuglings noch für unverdaute Eiweißstoffe durchlässig. So gelangt artfremdes Eiweiß unverändert in den Organismus. Bei entsprechend veranlagten Kindern kann das Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Da die Veranlagung erblich ist, müssen Eltern immer dann von einem erhöhten Risiko für ihr Baby ausgehen, wenn sie selbst oder ältere Geschwister des Säuglings bereits eine Allergie haben.
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