Wie oft Zahnpflege beim Baby
Zunächst seien Sie froh darüber, dass Ihr kleiner Sohn schon so gut bei der Zahnpflege mitarbeitet; in diesem Alter keine Selbstverständlichkeit, wie ich Ihnen aus vielen Anfragen berichten kann! Was Sie bisher unternommen haben ist richtig und Sie haben es offensichtlich geschafft, das Zähneputzen nicht als lästige Pflicht, sondern als etwas Lustiges zu lehren. Ich bin sicher, dass Sie bei dieser Art der Erziehung (das Wort hört sich dafür viel zu streng an) auch auf anderen gebieten Erfolg haben. Warum nicht mal was Hartes - anfangs unter Aufsicht - probieren? Wenn das Kind normal gesund und wach ist, hat es einen natürlichen Abwehrreflex, welches dem "gefährlichen" Verschlucken vorbeugt. Allerdings ist diese Maßnahme bei Ihnen nicht so wichtig, da Sie ja schon eine altersgerechte Mundhygiene praktizieren. Das "auf was hartes Beißen" ist mehr für die "Putzunwilligen" und zur Entwicklung des Kiefers und der Kaumuskulatur gedacht. Zur Art und Häufigkeit des Zähneputzens wäre es natürlich optimal, wenn Sie nach jeder Mahlzeit davon Gebrauch machen könnten. Aber Vorsicht: überfordern Sie Ihr Kind bitte nicht, denn sonst kann die jetzige Begeisterung ins Gegenteil umschlagen. Von der Zahnpasta reicht eine höchstens(!) linsengroße Menge; bei einem etwaigen Verschlucken kann so nichts passieren. Achten Sie aber darauf, dass die Creme nicht zu süß schmeckt und eine Fluoridbeigabe hat, wenn Sie sonst keine schmelzhärtenden Medikamente (z.B. Fluoridtabletten) durchführen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!
Dr. de Cassan
