Behandlung gegen Bakterien in Frühschwangerschaft
Der Wirkstoff des Klacid heisst Clarithromycin und gehoert zur Gruppe der Makrolid-Antibiotika. Wenn auch der Wirkstoff selber bisher bei Schwangeren nur gering untersucht ist, so scheinen doch Makrolid-Antibiotika in der Schwangerschaft vertraeglich zu sein. Aehnlich verhaelt es sich bei Omeprazol: Dieser Wirkstoff ist nur schlecht untersucht in der Schwangerschaft, allerdings liegen bisher - auch tierexperimentell - keine Hinweise auf negative Einfluesse vor.
Metronidazol stand lange im Verdacht, die Fehlgeburtsrate im 1. Drittel der Schwangerschaft zu erhoehen. Dies konnte nach neueren Untersuchungen jedoch nicht bewiesen werden. Mehrere Studien ergaben darueber hinaus keine fruchtschaedigende Wirkung fuer diesen Stoff.
Kurz gesagt: Ein geringes Restrisiko bleibt bei der von Ihnen eingenommenen Medikation, da es sich wie gesagt in zwei Faellen um Stoffe handelt, die nicht gut untersucht sind. Gleichwohl denke ich koennen Sie sich in aller Ruhe auf die Schwangerschaft freuen und sollten sich nicht weiter mit Gedanken ueber diese Medikation belasten. Vielleicht sollten Sie - um ganz beruhigt zu sein und nicht weil ich davon ausgehe, dass da etwas passiert ist - Ihren behandelnden Arzt ueber die Einnahme informieren, damit er bei den Vorsorgeuntersuchungen ganz besonders gruendlich und aufmerksam ist.
Ute Lichte, Pharmazeutin
