Medikamente - Auswirkungen auf das ungeborene Kind

Welche Auswirkungen können Arzneimittel auf das ungeborene Kind haben?

Jede Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft sollte wohl überlegt sein und in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Denn der Mutterkuchen (Plazenta) versorgt den Körper des Kindes nicht nur mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen, sondern läßt ihn auch an allen Medikamenten teilhaben, die die Mutter einnimmt. Es ist also nicht die Frage, ob das Medikament den Embryo erreicht, sondern vielmehr, inwieweit die Substanz Auswirkungen auf den Körper des Kindes hat. So können Arzneimittel, die während einer Schwangerschaft gegeben werden,
1.  den Embryo direkt beeinflussen

2.  auf die Plazenta einwirken und so den Gas- und Nahrungsaustausch zwischen Mutter und Kind stören

3.  die Muskelaktivität der Gebärmutter steigern und so vorzeitige Wehen oder eine Frühgeburt auslösen oder

4.  Prozesse im Körper der Mutter verändern (z.B. gestörte Aufnahme von Eisen, Absenken des Blutzuckerspiegels), die den Embryo indirekt betreffen.